Schematischer Aufbau

Ziel des Projektes ist der Aufbau eines Tor-Servers der Zugang zum Tor-Netzwerk bietet und zusätzlich als Relay fungiert. Es wurde komplett auf quellenoffene Software zurückgeriffen.

Hardware

Als Grundlage des Projektes wurde ein Raspberry Pi Modell B mit 512MB RAM ausgewählt. Das Betriebssytem und die Nutzdaten finden Platz auf einer 4 GB SDHC-Karte der Geschwindigkeitsklasse 10. Für die Kommunikation mit dem Board wurden zwei WiFi-Adapter im Miniaturformat verwendet die ohne weitere Zusatzsoftware am Raspberry Pi funktionieren. Um das Board vor Beschädigungen zu schützen, wurde es in ein Gehäuse eingebaut.

 

  • Raspberry PiRaspberry Pi
  • SD-KarteSD-Karte
  • WiFi-AdapterWiFi-Adapter
  • GehäuseGehäuse

Software

Raspbian

Raspbian ist ein frei erhältliches quellenoffenes Betriebssystem welches auf Debain Linux basiert und speziell für die Hardware des Raspberry Pi angepasst wurde. Es kann kostenlos auf Raspberry-Hompage heruntergeladen werden und ist entpackt etwa 3 GB groß.

Tor

Tor ist ein Netzwerk in dem Daten anonymisiert ausgetauscht werden können. Beim Aufruf einer Internetseite wird die Anfrage zu einem ersten Tor-Server gesendet der als Eintrittsknoten bezeichnet wird. Dort werden die Daten über eine verschlüsselte Verbindung zu einem weiteren Server (Relay) innerhalb des Tor-Netzwerkes gesendet. Dieser Server sendet die Datenpakete weiter zu einem Server im Tornetzwerk der als Austrittsknoten fungiert. Hier wird das Tor-Netzwerk verlassen und die Anfrage über das reguläre Internet weitergeleitet. Die Antwort der Internetseite wird nun über den gleichen Weg zurück durch das Tor-Netzwerk geleitet.

Durch das Tor-Netzwerk soll es nicht möglich sein nachzuvollziehen welchen Weg Daten durch das Internet genommen haben. Somit sind Sender und Empfänger schwer auszumachen.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Eingangs- und Ausgangsknoten des Tor-Netzwerkes besonders kritisch sind.

Eine genaue Beschreibung wie das Tor-Netzwerk funktioniert, wie sicher es ist und wie gefährlich es ist, kann zum einen in Wikipedia oder der Tor-Projektseite nachgelesen werden.

Arm

Die Kommandozeilen-Tool Arm (kurz für Anonymizing tor monitor) hilft beim Einrichten von Tor und bietet eine schöne Visualisierung des aktuellen Status des eigenen Tor-Servers. Es kann zudem der eingehende und ausgehende Datenverkehr eingesehen und auch die Tor-Konfigurations bearbeitet werden.

Screenshot vom anonymizing tor monitor

Aufbau

Der Raspberry Pi wird an Monitor, Keyboard und Maus angeschlossen. Strom erhält das Board über ein 1,2A Schaltnetzteil mit Micro-USB-Anschluss. Da nur zwei USB-Ports verfügbar sind wird ein USB-Hub angeschlossen der die beiden WiFi-Adapter betreibt. Ein Adapter verbindet sich am WLAN-Router und hat somit zugang zum Internet. Der andere Adapter wird als Access-Point konfiguriert an dem sich andere Rechner anmelden können.

Um über das Tor-Netzwerk surfen zu können, muss man sich einfach nur mit seinem Rechner an dem WLAN-Access-Point vom Raspberry anmelden. Dieser leitet die Daten über den zweiten WiFi-Adapter ins Tor-Netzwerk weiter.

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